Deutsch in der Elementarstufe

Dual Elementary Program at german school campus FI

Was lerne ich in Deutsch

Immersion- So viel Fremdsprache Deutsch wie möglich – so wenig Muttersprache Englisch wie nötig!


Es gibt Rituale in der Klasse – so wie ein Lied-ein Spiel- ein Gedicht, womit die Kinder wohlvertraut sind.


Pädagogisches Handeln bedarf der Planung und Vorbereitung, Unterricht und Förderung sind zielgerichtet.


Wir haben einen handlungsorientierten Unterricht.


Spass und Freude am Unterricht ist uns wichtig mit der Arbeit der Kinder.


Themenwahl und Themenbearbeitung erfolgen mit Blick auf die konkrete Lebenswelt der Kinder. Eine besondere Rolle spielen hierbei das Leben in der Familie sowie das konkrete Wohnumfeld.( Das bin ich), ( Meine Familie,) ( Meine Haustiere),(Tiere im Wald, auf dem Feld, im Zoo), ( Wo wohne ich?), ( Das Haus-Die Wohnung) ,( Ernährung),( Einkaufen) (Körper und Sinne),(Meine Kleidung), (Mein Tag- Mein Geburtstag), (Zahlen), (Farben).


Soziale und kulturelle Hintergründe, die den Alltag einzelner Menschen prägen, werden in diesen Lernprozessen berücksichtigt. Dabei kann es dazu kommen, dass Unterschiede zwischen den Kindern sichtbar werden. Sie werden dann sorgfältig und verantwortungsbewusst thematisiert. Keinesfalls darf es dazu kommen, dass lebensweltliche Erfahrungen gegeneinander ausgespielt werden. Der Unterricht ist weitgehend handlungsorientiert und zum Teil mehrperspektivisch und fächerübergreifend angelegt.


Sprachliches Lernen von Kindern erfolgt in besonderer Weise im Rahmen der Unterstützung durch sprachkundige Vorbilder. Die Lehrkraft trägt zusätzlich die Verantwortung für eine dem Lernen förderliche Atmosphäre, in der sich die Kinder und ihre Familien unterschiedlicher Herkunft angenommen sowie in ihren Bedürfnissen anerkannt und unterstützt fühlen können. Alle an unserer Schule in den Regel- oder Vorbereitungsklassen unterrichtenden Lehrkräfte tragen dazu bei, dass die deutsche Sprache immer besser gelernt werden kann.


Wenn Kinder ohne Deutschkenntnisse neu in eine Lerngruppe kommen oder gar die gesamte Klasse aus solchen Kindern besteht, ist das für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die grundlegende thematische und methodische Konsequenzen erfordert. Zunächst gilt es, Angstsituationen vorzubeugen und offen bzw. freundlich miteinander umzugehen.


Einige Aspekte, die in den ersten Wochen der Anwesenheit eines Kindes in der neuen Schule besondere Beachtung verdienen:

  • Feierliche Aufnahme der Kinder und deren Eltern, Willkommensaktionen der Schüler- und Lehrerschaft.
  • Übergabe eines „Start-Pakets“ mit wichtigen Materialien für den Schulalltag
  • Unterstützung beim Zurechtfinden
  • Kennenlernen der Räumlichkeiten und des Schulgeländes
  • Übernahme von Aufgaben im Klassenverband

Das sprachliche Lernen im alltäglichen Umfeld der Schule (Familie, Freizeit) beeinflusst das schulische Lernen. Die Eltern tragen hier einen wichtigen Teil der Gesamtverantwortung für den Erfolg. Die Schule versucht Begegnung und Kommunikation zu fördern, die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern im Schulalltag zu erweitern, um so eine gute persönliche und pädagogische Basis für individuelle Beratung zu schaffen.

Die Lehrerin stellt Fragen, die das Kind beantworten muss („Welche Farbe hat der Ball?“) und zeigt dabei ggf. auf Bilder. Erhebung der Sprachlernsituation in der Familie, Sprachverständnis, Sprachproduktion (Bildbeschreibung), Artikulation, Gegenstände benennen, Adjektive, Verben („Was machen die Kinder?“), Pluralbildung, Satzbildung, Präpositionen, Konjunktionen, Partizipbildung, Reimwörter.

Hörverständnis
Grundlegend für die Arbeit mit mehrsprachigen Kindern ist die Gestaltung der Kommunikation.
Übungen zur Lauterkennung und Lautunterscheidung sowie zur Unterscheidung ähnlich klingender Wörter. Das Ausführen mündlicher Aufforderungen, das Erkennen von Text- und Dialogmerkmalen,das Beantworten gezielter Fragen zu Texten. Neue Wörter und Begriffe in eindeutigen Situationen. Die Einführung wird mit Hilfe von Gesten und Mimik und entsprechendem (Bild-) Material unterstützt.
Wann immer möglich, werden die Begriffe in realen Zusammenhängen gelernt (Einkaufen gehen, … ).


Sprechen
Um Sprechen gezielt zu üben zu, werden im Unterricht genügend Zeit und Raum für freie Sprechsituationen (Sprachspiele, erzählte Erlebnisse, Geschichten) für alle Kinder geschaffen Es gibt verschiedene Varianten, über die sich das korrekte freie Sprechen aufbaut.

Lesen
Hinsichtlich des Lesens bedarf es neben der Lesemotivation geeigneter Methoden, um die Lesetechnik und das Leseverstehen zu fördern.
Für Lernende des Deutschen als Zweitsprache kommen besondere Schwierigkeiten hinsichtlich des Wortschatzes und der Grammatik hinzu.
Durch wiederholtes Lesen bekannter Schriftbilder erlangen Kinder im Erwerb der Zweitsprache Sicherheit und entwickeln die Fähigkeit, auch unbekannte Worte aus Texten lesend zu entschlüsseln. Das sinnentnehmende Lesen ist eine komplexe Tätigkeit, die selbst bei Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern oft große Schwierigkeiten mit sich bringt. Wichtig ist, dass der Wortschatz bekannt ist., eine Besprechunbg und ein Erlernen der unbekannten Vokabeln vorab.


Schreiben
Bezüglich der Fertigkeit des Schreibens wird zunächst geklärt werden, ob die Kinder bereits in einer anderen Sprache alphabetisiert wurden. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Erstsprache einen relativ geringen Einfluss auf die Entwicklung von basalen Schreibfertigkeiten haben. Hat die Schülerin oder der Schüler bereits eine Schrift gelernt, wird zunächst das lateinische Alphabet mit der deutschen Orthografie eingeführt. Die Förderung kann bei der Auswahl der Schreibanlässe beginnen, der Aufbau der Schreibmotivation und Einsichten in die kommunikative Funktion der Schrift haben die höchste Priorität .Die Planung wird z. B. durch das dem eigentlichen Schreiben vorbereitenden Verfahren wie dem Anfertigen von Listen für Satzanfänge, Mindmaps und Clustern sowie das Zusammenstellen von Wortfeldern und Wortfamilien unterstützt. Bei der Textproduktion ist die Möglichkeit einer Nutzung von Wortlisten, Nachschlagewerken und Textmustern erlaubt.

Aussprache
Bei Kindern im Grundschulalter sind Fehler, die auf Grund der Aussprache in der Erstsprache entstehen, eher selten. Manche mehrsprachige Kinder kommen in ihrer alltäglichen Umgebung auch mit Dialekten in Kontakt. Die Lehrkraft wird ihrer Rolle als Sprachvorbild gerecht .


Übungen und Spiele zur Aussprache:

  • Mit stimmlosen Plosiven eine Kerze auspusten (p, t, k).
  • Wattebällchen oder Luftballons mit stimmlosen Frikativen vom Tisch blasen (f, s, sch) – wird
    auch als Gruppen- oder Partner Wettkampf durchgeführt.
  • Kreidestaub vom Handrücken blasen (p, t, k, f, s, sch).
  • Fauchen wie eine Katze (ch).

Beispiele für Silbenübungen:

  • Silben klatschen oder trommeln und mit Silbenbögen kennzeichnen.
  • Wörter mit denselben Anfangssilben sprechen und vergleichen (Au–to, Au–ge, Au–gust).
  • Silben vorsprechen und ergänzen (Fe–(der), Son–(ne)).
  • Silbenanzahl vorgeben, Wörter dazu suchen. Bei welchen Wörtern kann ich dreimal klatschen? (Schul–ran–zen, Ta–ge–buch … ).

Grammatik im Unterricht
Mit der Einbindung der grammatischen Themen in die Lernfelder ist nicht entschieden, ob und inwieweit die Grammatik explizit oder implizit behandelt wird. So erwerben viele Kinder grammatische Strukturen, ohne dass sie systematisch unterstützt werden müssen.


Es geht also nicht um die Vermittlung einer grammatischen Terminologie,sondern um eine handelnde, forschende Sprachbetrachtung .Mit der Sprachbetrachtung wird im ersten Schuljahr begonnen. Spielerisch lassen sich sprachphänomene aufzeigen, die beim Erlernen einer Zweitsprache hilfreich, und die für die Kinder motivierend sind.


Befehle geben und ausführen: “Putz die Tafel!” Verben konjugieren, Nomen und deren Genus. Bestimmter ( der,die, das) und unbestimmter ( ein, eine ein) Artikel, Singular / Plural( die), Komposita (ein Wort (z. B. Sonne) wird vorgegeben. Nun sucht man möglichst viele Wörter, die sich mit Sonne kombinieren lassen: Sonnenschirm, Sonnenstrahl, Sonnencreme, Sonnenblume. Personalpronomen, Adjektive, Präpositionen.

In den Klassenstufen 4.bis 6 Schuljahr bieten wir jährlich auch die IVAA1- Vergleichsarbeit der ZfA an, um eine Sprachentwicklung der Schüler zu dokumentieren. Die Eltern werden dazu zu einem Gespräch eingeladen.



Mit einem erfolgreichen Abschluss ist das Erreichen einer weiteren Klassenstufe auf die 7. Klasse gegeben.