Fazit meines Praktikums

Abschlussfoto_an der Schule german school campus

Die letzten Wochen

In den letzten Wochen meines Praktikums erlebte ich noch einmal sehr viel. Zum Beispiel gingen wir mit dem gesamten Kollegium Essen und hatten einen tollen Abend, bei dem man sich auch abseits von der Schule mal austauschen konnte. Es wurde viel gelacht, erzählt und alle lernten sich noch ein wenig besser kennen.


Kurz später stand dann Thanksgiving vor der Tür. Da die Schule in dieser Zeit eine Woche Ferien machte, entschied ich mich nach Florida zu fliegen. So konnte ich noch einmal einen ganz anderen Teil der USA erleben. Ich flog von Los Angeles nach Miami und verbrachte dort auch die ersten Tage. Unter anderem besuchte ich Miami Beach und die Everglades. Das war ein ganz besonderes Erlebnis, ich machte eine Bootstour und sah auch einige Alligatoren. Die letzten Tage in Florida verbrachte ich damit die Keys runterzufahren. In Key West blieb ich dann für zwei Tage, an denen ich bei sommerlichen Temperaturen die Insel erkundete. Ein Highlight war der Besuch des Ernest-Hemingway-Museum. Sein ehemaliges Wohnhaus dient mittlerweile als das Museum und es gab deshalb viel zu entdecken. Ich hatte eine tolle Führung, bei der man nicht nur mehr über die Werke Hemingways erfuhr, sondern auch viele Einblicke in sein Leben und den Menschen Ernest Hemingway erhielt. Von Key West ging es für mich dann wieder nach Miami und von dort flog ich zurück nach Los Angeles.


Nachdem sich alle ein wenig in den Ferien erholen konnten, ging die Schule wieder los und direkt begonnen die Vorbereitungen auf Weihnachten. Das sag man nicht nur in der Schule, sondern auch überall sonst in Orange County. Überall wurden Häuser und Vorgärten geschmückt. So etwas kenne ich aus Deutschland überhaupt nicht und deshalb fuhr ich die nächsten Wochen voller Begeisterung durch die Straßen. Es gab immer etwas Schönes zu sehen.


In der Schule wurde es auch immer weihnachtlicher. In den Pausen aßen wir deutsche Plätzchen oder Stollen. Im Unterricht beschäftigten wir uns mit dem Nikolaus und Weihnachten, sprachen über deutsche Traditionen und bereiteten Beiträge für unsere Weihnachtsfeier vor. Diese wurde an einem Samstagnachmittag in Newport Beach mit vielen Kindern, Eltern und Geschwisterkindern gefeiert. Es gab ein großes Buffet mit vielen Leckereien und deutschen Spezialitäten. Die Klassen trugen Gedichte und selbstgeschriebene Texte auf deutsch vor. Alle hatten viel Spaß und zum Schluss bekamen alle Kinder noch ein kleines Geschenk.


Ein besonderes Highlight war die Weihnachtsfeier der GABA, zu der mich Frau Schoeneich mitnahm. Es wurde viel gegessen und getrunken und ich hatte die Möglichkeit mich mit anderen in Südkalifornien lebenden Deutschen austauschen. Das war sehr lustig und interessant.
In den letzten Schulwochen verabschiedete ich mich auch schon von den Kindern, das war einer der traurigsten Teile meines Praktikums. Ich habe viele von ihnen ins Herz geschlossen und werde sie sehr vermissen. Ich freue mich aber auch weiterhin von ihnen zu hören, was für Erfolge sie in der deutschen Sprache machen.


Je näher die Weihnachtsferien dann rückten, umso näher kam auch das Ende meines Praktikums. Auf der einen Seite war ich natürlich sehr traurig darüber, aber freute mich auch, endlich meine Familie wiederzusehen. Alles in allem hatte ich eine wundervolle Zeit in Kalifornien. Ich habe sehr viel gelernt und viele Erinnerungen sammeln können. Ich bin sehr dankbar, die Möglichkeit bekommen zu haben, fast ein halbes Jahr in den USA zu verbringen und dort an einer deutschen Schule arbeiten zu können.


Ich habe Einblicke in die Arbeit an einer deutschen Schule im Ausland erhalten und konnte erleben, wie Lehrkräfte das bestmögliche Lernklima für ihre Schüler und Schülerinnen schaffen, damit diese die Möglichkeit haben, eine Sprache auf einem hohen Niveau zu lernen. Diese Kenntnisse werde ich mit nach Deutschland nehmen und mich daran orientieren, wenn ich später Englischunterricht gebe. Ebenfalls werde ich mitnehmen, wie viel Organisation in der Vorbereitung von Festen und Events steckt. Jeder am German School Campus gibt immer sein Bestes, um schöne Momente für die Kinder zu schaffen, egal ob im oder außerhalb des Klassenraums. Dabei wird immer besonders viel Wert auf die deutsche Sprache und Kultur gelegt. Alle Lehrkräfte setzen sich stets dafür ein, dass allen Kindern ein besonderes Lernerlebnis ermöglicht wird und schon nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, wie erfolgreich immersive Methoden beim Sprachenlernen sind. Die Kinder lernen am German School Campus nicht nur eine Sprache, sondern auch die Kultur. Sie lernen direkt von Muttersprachlern und lernen so die Sprache immer authentisch.


Ich kann selbst noch gar nicht glauben, wie schnell meine Zeit am German School Campus vorbeigegangen ist, werde diese vier Monate aber niemals vergessen. Sowohl beruflich, als auch persönlich habe ich mich in dieser Zeit sehr weiterentwickeln können und freue mich nun, das Gelernte in Deutschland anwenden zu können.


Ich komme bestimmt bald wieder. Bis dahin, wünsche ich allen Kolleginnen, Kindern, Eltern und Frau Schoeneich und ihrer Familie nur das Beste.

Eure Jessica Althoff