Mein Auslandsaufenthalt als Intern
Vor dem Flug & Die Organisation
Mein Name ist Luisa, ich bin 25 Jahre alt und studiere derzeit Englisch und Geschichte im Master of Education an der Ruhr-Universität Bochum. Für meinen Masterabschluss in Englisch muss ich einen verpflichtenden Auslandsaufenthalt absolvieren, der mindestens 6 Wochen dauern und in einem englischsprachigen Land verbracht werden muss. Bei der Planung meines Aufenthalts entschied ich mich dafür, für eine längere Zeit in die USA zu gehen. Ich wusste auch, dass ich meinen Auslandsaufenthalt in Form eines Praktikums an einer Schule verbringen möchte, um neue Unterrichtsmethoden kennenzulernen.
Meine Suche führte mich zur Website der PASCH-Initiative. Die PASCH-Initiative ist ein Netzwerk deutscher Schulen weltweit und präsentiert verschiedene Schultypen und Schulen auf ihrer Website. Daraufhin bewarb ich mich bei einigen Schulen in Nordamerika, und der German School Campus fiel mir sofort wegen seiner Lage und seiner Website auf. Nach ein paar Tagen erhielt ich eine E-Mail von der Schulleiterin, Ursula Schoeneich, und traf sie kurz darauf in einer Videokonferenz. Danach ging alles sehr schnell: Visum beantragen, Flug buchen und den Aufenthalt planen. Während dieser Zeit stand ich in engem Kontakt mit Ursula Schoeneich und konnte alle meine Fragen vorab klären.
Die erste Woche: Ankunft in Kalifornien
Am 28. Januar ging dann mein Flug von Frankfurt mit Ziel John Wayne Airport in Santa Ana. Dort wurde ich von Frau Schoeneich herzlich in Empfang genommen und zu meiner Unterkunft gebracht. Da es nun schon recht spät war, war ich einfach nur froh, erschöpft in mein Bett zu fallen. Am nächsten Morgen, einem Sonntag, holte Frau Schoeneich mich ab und fuhr mit mir nach San Diego, wo ich meinen Mietwagen abholte. Auf dem Rückweg hielten wir an einem deutschen Lebensmittelladen, wo wir frisches Brot und andere Kleinigkeiten einkauften. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, meine Umgebung zu erkunden und in der Backbay Area spazieren zu gehen.
Direkt am nächsten Montag begann für mich der Schulalltag. Es war super spannend, die anderen Lehrerinnen und die Kinder kennenzulernen. In dieser ersten Woche habe ich fast alle Klassen besucht, konnte bei den Kochklassen helfen und mich gut eingewöhnen. Nebenbei habe ich mir Newport Beach angesehen und das schöne Wetter genossen. Am Wochenende ging es zum Wandern in den wunderschönen Crystal Cove State Park, um die kalifornische Natur und die Küstenlandschaft zu genießen.
Kultur & Tradition: Karneval im Unterricht
In den Kochkursen haben wir, passend zur Karnevalswoche, traditionelle Berliner gemacht und diese selbst mit Marmelade gefüllt. Die Kinder waren vom „German Doughnut“ absolut begeistert und konnten sogar etwas für ihre Eltern zum Probieren mit nach Hause nehmen! Am Sonntag feierten wir dann den Abschluss der Karnevalswoche in der Festhalle der Old World in Huntington Beach. Zusammen mit den Kindern und Eltern haben wir Spiele gespielt, getanzt und dem Auftritt der KG Anaheim zugesehen.
Die zweite Woche: Heimatkunde & Wetterkapriolen
Die zweite Woche war leider sehr regnerisch und stürmisch, weshalb ich meine freie Zeit viel drinnen und in den lokalen Geschäften verbracht habe. Im Unterricht hatte ich jedoch die wunderbare Möglichkeit, in fast allen Klassen eine Präsentation über meine Heimatstadt „Herne“ vorzustellen und den Kindern das Leben in Nordrhein-Westfalen näherzubringen.
Die Präsentation ist super angekommen und wir konnten viele Fragen zum Thema Bergbau und der Geschichte des Ruhrgebiets beantworten. Ein weiteres großes Thema war natürlich der Fußball, was für viele Kinder besonders spannend war, da sie selbst aktiv in der Schule oder im Verein Fußball spielen. Trotz des Regens war es eine sehr produktive und ereignisreiche zweite Woche.

