Abschlussbericht zum Auslandssemester
German School Campus | Newport Beach
Einleitung & Erste Orientierung
Bereits zu Beginn unseres Aufenthalts wurden wir von Frau Schoeneich herzlich empfangen und Schritt für Schritt in das schulische Umfeld sowie in das Leben vor Ort eingeführt. Im Verlauf des Praktikums entwickelten sich unsere Aufgaben deutlich weiter. Während wir zu Beginn vor allem hospitierten, unterstützten, beobachteten und uns in den Schulalltag einarbeiteten, übernahmen wir im weiteren Verlauf zunehmend eigenständige Unterrichtsphasen, planten Projekte, führten Unterrichtseinheiten durch und beteiligten uns an schulischen Veranstaltungen. Dadurch konnten wir nicht nur unsere didaktischen Fähigkeiten erweitern, sondern auch ein tieferes Verständnis dafür entwickeln, wie Unterricht in einem mehrsprachigen, kulturell vielfältigen und oft sehr heterogenen Lernumfeld gestaltet werden kann.
Die ersten Wochen waren vor allem durch Ankommen, Orientierung und kulturelle Eingewöhnung geprägt. Neben der Ankunft in Los Angeles und dem Einzug in unsere Unterkunft in Fountain Valley sammelten wir bereits früh erste Eindrücke von Kalifornien, etwa durch Besuche am Huntington Beach, in Los Angeles, im Old World Village sowie bei verschiedenen Weihnachtsmärkten und schulnahen Veranstaltungen. Besonders die Arbeit am Stand des German School Campus während der Weihnachtszeit ermöglichte uns erste Gespräche mit Eltern, Kindern und Besucher:innen. Dadurch erhielten wir nicht nur einen Einblick in die Arbeit der Schule, sondern auch in die Bedeutung deutscher Sprache und Kultur für Familien in Südkalifornien.
Diese frühe Phase war für uns zwar stellenweise anstrengend, zugleich aber sehr wichtig, da wir uns an neue Abläufe, längere Fahrten, eine andere Alltagskultur und das amerikanische Umfeld gewöhnen mussten. Mit der Zeit fanden wir uns immer besser zurecht. Besonders die Unterstützung und die Ratschläge von Frau Schoeneich herlfen uns dabei, sicherer im Alltag und im schulischen Kontext zu werden. Die Einladung zu Heiligabend bei Frau Schoeneich war für uns dabei nicht nur eine persönliche Geste, sondern auch ein wichtiger Moment des Ankommens. Durch den gemeinsamen Gottesdienst, das Essen und die familiäre Atmosphäre fühlten wir uns in einem fremden Land zunehmend willkommen.
Unterricht am German School Campus
Der Unterricht am German School Campus bildete den zentralen Bestandteil unseres Praktikums. Besonders wertvoll war für uns, dass wir mit unterschiedlichen Altersgruppen, Niveaustufen und Unterrichtsformaten arbeiten konnten. Montags waren wir häufig in den Unterricht der jüngeren Schüler:innen eingebunden. Dort standen spielerische Sprachförderung, Lesen, Schreiben, Wortschatzarbeit, kreative Aufgaben und teilweise auch mathematische Textaufgaben im Mittelpunkt. Die Lerngruppen wurden regelmäßig differenziert aufgeteilt, sodass einzelne Schüler:innen gezielt entsprechend ihres Lernstands gefördert werden konnten. Diese Form der Binnendifferenzierung zeigte uns sehr deutlich, wie wichtig individuelle Unterstützung im Fremdsprachenunterricht ist.
Gerade bei den jüngeren Lernenden wurde uns bewusst, wie wirksam spielerische Lernformen sein können. Sprachspiele, Memory-Formate, Bewegungsaufgaben, Visualisierungen und kreative Materialien halfen den Kindern, neue Wörter und Strukturen nicht nur passiv aufzunehmen, sondern aktiv zu verwenden. Besonders auffällig war, dass die Lernbereitschaft stieg, wenn Aufgaben handlungsorientiert gestaltet wurden. Für unsere eigene spätere Unterrichtspraxis war diese Beobachtung sehr wertvoll, da sie zeigte, dass Motivation und Lernfortschritt eng miteinander verbunden sind.
Mittwochs arbeiteten wir häufig mit älteren Schüler:innen, die sich unter anderem auf ÖSD-, AATG- oder AP-Prüfungen vorbereiteten. Hier standen stärker prüfungsorientierte Kompetenzen wie Leseverstehen, Hörverstehen, Schreiben, Sprechen, Grammatik und Landeskunde im Vordergrund. Wir unterstützten die Lernenden bei Übungsprüfungen, erklärten Aufgabenformate, übten Strategien zum Lese- und Hörverstehen und halfen bei der Verbesserung sprachlicher Genauigkeit. Besonders die Prüfungsvorbereitung zeigte uns, wie wichtig klare Struktur, transparente Aufgabenstellungen und gezielte Rückmeldungen sind.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil war der Onlineunterricht. Dort konnten wir beobachten, wie Sprachunterricht auch digital sinnvoll umgesetzt werden kann. In verschiedenen Einheiten wurden Grammatikthemen, Präsentationen, Wegbeschreibungen, Landeskunde und Prüfungsvorbereitung behandelt. Wir merkten dabei, dass Onlineunterricht eine besonders klare Struktur und eine aktive Einbindung der Lernenden erfordert. Interviewbögen, Präsentationsaufgaben, Kahoot-Quizze oder Rollenspiele erwiesen sich als hilfreiche Methoden, um Schüler:innen auch digital zum Sprechen und aktiven Mitdenken zu bewegen.
Entwicklung der didaktischen Kompetenzen
Im Laufe des Praktikums konnten wir unsere Rolle als angehende Lehrkräfte zunehmend festigen. Während wir zu Beginn vor allem unterstützend tätig waren, übernahmen wir später immer mehr Verantwortung. Ein besonders wichtiger Schritt war die eigenständige Durchführung einer Unterrichtseinheit zu Kasus und Satzgliedern. Diese Stunde war ursprünglich klar strukturiert geplant, musste jedoch aufgrund verspäteter Schüler:innen spontan angepasst werden. Dadurch lernten wir unmittelbar, dass Unterricht nicht immer exakt nach Plan verläuft und Flexibilität eine zentrale Kompetenz von Lehrkräften darstellt. Trotz der organisatorischen Abweichungen gelang es uns, die Inhalte gemeinsam mit den Schüler:innen zu erarbeiten und die Stunde sinnvoll zu Ende zu führen.
Auch das Team-Teaching war für uns besonders lehrreich. Wenn wir Unterricht gemeinsam durchführten, konnten wir Aufgaben verteilen, Schüler:innen individueller unterstützen und flexibler auf Schwierigkeiten reagieren. Gleichzeitig lernten wir, wie wichtig Absprachen, klare Rollenverteilung und ein gemeinsames Zielverständnis sind. Diese Erfahrungen herlfen uns, sicherer aufzutreten und Unterricht nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch besser zu strukturieren.
Ein weiterer Fortschritt zeigte sich in der Fähigkeit, Unterricht stärker auf Lernziele auszurichten. Zu Beginn konzentrierten wir uns vor allem darauf, Aufgaben korrekt durchzuführen und Schüler:innen bei Problemen zu helfen. Später achteten wir stärker darauf, warum eine bestimmte Methode eingesetzt wurde, welches Lernziel damit verbunden war und wie sich Lernfortschritte beobachten ließen. Dadurch entwickelte sich unser Blick zunehmend von der reinen Unterrichtsdurchführung hin zu einer didaktisch reflektierten Planung.
Projektarbeit als zentraler Bestandteil
Ein besonders wichtiger Teil unseres Auslandssemesters waren auch die verschiedenen Unterrichtsprojekte. Sie ermöglichten es uns, fachliche Inhalte mit sprachlicher Förderung, Kreativität und interkulturellem Lernen zu verbinden.
- Das Metrik-Projekt: Ein Beispiel für handlungsorientierten Unterricht. Ziel war es, den Schüler:innen grundlegende Kompetenzen im Umgang mit dem metrischen System zu vermitteln. Bei jüngeren Kindern wurden Begriffe wie „lang“, „kurz“, „schwer“ oder „leicht“ mithilfe von Puppen, Tieren und Gegenständen eingeführt. Bei älteren Schüler:innen wurde das Thema durch Stationenarbeit vertieft, bei der Längen, Gewichte und Volumen gemessen, verglichen und dokumentiert wurden. Die anschließende Messolympiade motivierte die Lernenden zusätzlich.
- Das Bienenprojekt: Aus didaktischer Sicht besonders gelungen, weil es mehrere Lernbereich miteinander verknüpfte. Die Schüler:innen beschäftigten sich mit dem Leben der Bienen, erstellten Lapbooks, bearbeiteten Lese- und Schreibaufgaben, stellten Kerzen aus Bienenwachs her und konnten einen echten Bienenstock betrachten. Die Kombination aus Theorie, praktischem Tun und kreativem Gestalten führte dazu, dass die Kinder sehr motiviert waren.
- Das Migrationsprojekt: Von Manuel konzipiert, stellte es eine wichtige Verbindung zwischen Fachunterricht, Landeskunde und Sprachförderung her. Die Schüler:innen setzten sich mit deutscher Migration in die USA auseinander, beginnend bei den Krefeld 13 bis hin zu deutschen Einflüssen in der amerikanischen Gegenwart. Neben historischen Inhalten wurden Methodenkompetenzen wie Quellenanalyse und Bildanalyse eingebunden.
- Das Informatikprojekt: Lucas Projekt verband digitale Bildung mit Sprachunterricht. Dabei wurden den Schüler:innen Funktionen ihrer Schulaccounts, Softwareanwendungen, KI-Funktionen und Aspekte der Passwortsicherheit erklärt. Das Projekt zeigte, wie relevant digitale Kompetenzen im schulischen Alltag geworden sind, während zeitgleich fachbezogener Wortschatz auf Deutsch angewendet wurde.
- Das Asterix-und-Obelix-Projekt: Verband historische Bildung, Filmanalyse und mündliche Präsentationskompetenz. Die Schüler:innen erhielten zunächst historischen Kontext zu Rom, Caesar und den Galliern. Anschließend arbeiteten sie mit Charakterblättern, machten während des Films Notizen und bereiteten Präsentationen vor, wodurch Hörverstehen, kooperative Arbeit und freies Sprechen miteinander verbunden wurden.
Prüfungen, Lesewettbewerb und Förderung
Ein weiterer zentraler Bereich unseres Praktikums war die Unterstützung bei Prüfungen. Wir begleiteten AATG-, ÖSD- und AP-bezogene Vorbereitungen, unterstützten bei organisatorischen Abläufen, führten Aufsichten durch und arbeiteten mit einzelnen Schüler:innen gezielt an ihren Prüfungsleistungen. Besonders eindrucksvoll war für uns die hohe Bedeutung dieser Prüfungen für die Lernenden, da sie teilweise Zertifikate, schulische Vorteile oder sogar College Credits ermöglichen konnten.
Durch die Arbeit mit Prüfungskandidat:innen lernten wir, Unterricht stärker kompetenzorientiert zu denken. Es ging nicht nur darum, Inhalte zu wiederholen, sondern gezielt auf konkrete Anforderungen vorzubereiten: Wie liest man Aufgaben richtig? Wie strukturiert man eine mündliche Antwort? Wie geht man mit Zeitdruck um? Welche Strategien herlfen beim Hörverstehen? Diese Fragen begleiteten viele unserer Unterrichtsstunden und herlfen uns, den Nutzen gezielter Lernstrategien besser zu verstehen.
Der schulinterne Lesewettbewerb war ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Die Schüler:innen übten regelmäßig das Vorlesen, wurden nach Kriterien wie Betonung, Lautstärke, Lesefluss und Verständlichkeit bewertet und konnten ihre Fortschritte sichtbar machen. Für uns war besonders interessant zu beobachten, wie Wettbewerbselemente motivierend wirken können, solange sie pädagogisch sinnvoll eingebettet sind. Die Ehrung der Gewinner:innen bei der Abschlussfeier zeigte, dass solche Formate Lernleistungen würdigen und Selbstvertrauen stärken können.
Schulische und außerschulische Events
Neben dem Unterricht waren schulische Veranstaltungen ein wesentlicher Bestandteil unseres Praktikums. Bereits in den ersten Wochen halfen wir bei Weihnachtsmärkten, bastelten mit Kindern und führten Gespräche mit Besucher:innen. Später unterstützten wir beim Karneval, beim Osterfest, beim Open House Event, bei der Home School Fair, bei der German Honor Society und schließlich bei der Abschlussfeier. Diese Veranstaltungen zeigten uns, dass Schule nicht nur aus Unterricht besteht, sondern auch aus Organisation, Elternarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Gemeinschaftsbildung.
Das Osterfest machte besonders deutlich, wie wichtig Planung und Flexibilität bei größeren Veranstaltungen sind. Wir unterstützten den Aufbau, betreuten Stationen wie Dosenwerfen, Eierlauf, Sackhüpfen, Eierbemalen und Face Painting und halfen bei der Eiersuche. Trotz einzelner chaotischer Momente war das Fest insgesamt ein großer Erfolg. Für uns war dieser Tag sehr anstrengend, aber auch lehrreich, da wir unmittelbar erleben konnten, wie pädagogische Arbeit, Organisation und Betreuung vieler Kinder gleichzeitig ineinandergreifen.
Die Abschlussfeier bildete schließlich den Höhepunkt des Schuljahres. Sie stand im Zeichen des Bienenprojekts und machte sichtbar, was die Schüler:innen im Laufe der Zeit gelernt hatten. Die jüngeren Kinder präsentierten eine Aufführung in Bienenkostümen, ältere Schüler:innen führten ein Schauspiel auf, Gewinner:innen des Lesewettbewerbs lasen aus ihren Büchern vor, und erfolgreiche Prüfungsteilnehmer:innen wurden geehrt. Für uns war diese Feier ein besonderer Moment, weil sie zeigte, wie Unterricht, Projektarbeit, Prüfungsvorbereitung und schulische Gemeinschaft am Ende zusammengeführt wurden.
Einblicke in das amerikanische Schulsystem
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Claremont High School. Dort konnten wir nicht nur hospitieren, sondern auch selbst unterrichten. Manuel stellte Inhalte seines Migrationsprojekts vor, während Luca Teile seines Informatikprojekts zum Thema Künstliche Intelligenz präsentierte. Dadurch konnten wir unsere Unterrichtsinhalte in einem neuen schulischen Umfeld erproben und direktes Feedback von amerikanischen Schüler:innen sowie von Frau Tsai erhalten.
Der Besuch ermöglichte uns außerdem einen detaillierten Einblick in das amerikanische High-School-System. Besonders auffällig waren die große Bedeutung von Kurswahl, Credits, extracurricular activities und mental health. Die Schule verfügte über zahlreiche Angebote, darunter Sport, Schauspiel, Rückzugsräume und feste Ansprechpersonen für persönliche Probleme. Gleichzeitig wurden auch Unterschiede zum deutschen Schulsystem sichtbar, etwa in Bezug auf Raumorganisation, Prüfungsgebühren oder die Bedeutung von College Credits. Dieser Vergleich herlf uns, schulische Systeme differenzierter zu betrachten und eigene Vorstellungen von Schule kritisch zu reflektieren.
Museen, Reisen und kulturelles Lernen
Neben dem schulischen Bereich prägten zahlreiche Museumsbesuche, Reisen und kulturelle Aktivitäten unser Auslandssemester. Schon früh besuchten wir historische Orte und Museen wie die USS Midway, die USS Iowa, das Ronald Reagan Museum, die Richard Nixon Library, das Getty Museum, das Natural History Museum, das California Science Center, das Grammy Museum, das Hsi Lai Temple Gelände sowie weitere kulturelle Orte in Los Angeles, San Diego und Umgebung. Diese Besuche erweiterten unser historisches, kulturelles und gesellschaftliches Verständnis der USA erheblich.
Besonders die Presidential Libraries, die militärhistorischen Museen und die naturwissenschaftlichen Ausstellungen boten uns verschiedene Perspektiven auf die Geschichte, Politik, Wissenschaft und kulturelle Selbstwahrnehmung der Vereinigten Staaten. Das Getty Museum eröffnete einen kunsthistorischen Zugang, während das Natural History Museum und das California Science Center naturwissenschaftliche und historische Inhalte anschaulich vermittelten. Das Grammy Museum zeigte wiederum die Bedeutung von Musik und Popkultur in den USA.
Auch unsere Reisen in die Natur Kaliforniens waren prägend. Wanderungen im Joshua Tree National Park, im Anza-Borrego Desert State Park, in den Santa Monica Mountains, im Yosemite National Park und im Sequoia National Park machten die landschaftliche Vielfalt der USA erfahrbar. Kulturell besonders eindrucksvoll waren außerdem Veranstaltungen wie das Rodeo in San Diego, das Pow Wow Festival, die Swallows Parade, das Chinese New Year im Hsi Lai Temple und die Bootparade in Newport Beach. Sie zeigten uns, wie vielfältig amerikanische Kultur ist und wie stark regionale Traditionen, Einwanderungsgeschichte und gesellschaftliche Identität miteinander verbunden sind.
Persönlicher und professioneller Lernfortschritt
Rückblickend lässt sich deutlich erkennen, dass wir im Verlauf des Auslandssemesters große Fortschritte gemacht haben. Zu Beginn waren viele Situationen neu: der Schulalltag, die unterschiedlichen Lerngruppen, die organisatorischen Abläufe, die Kommunikation mit Eltern und Kollegium sowie das Leben in einem fremden Land. Mit der Zeit wurden wir jedoch sicherer, übernahmen mehr Verantwortung und konnten eigene Ideen zunehmend selbstständig umsetzen.
Didaktisch haben wir gelernt, Unterricht differenzierter zu planen und stärker auf Zielgruppen, Lernstände und konkrete Kompetenzen auszurichten. Wir konnten beobachten, dass jüngere Schüler:innen besonders von spielerischen, visuellen und handlungsorientierten Methoden profitieren, während ältere Lernende stärker von klaren Strategien, strukturierter Prüfungsvorbereitung und reflektierenden Aufgabenformaten profitieren. Gleichzeitig wurde uns bewusst, dass guter Unterricht nicht nur von fachlichem Wissen abhängt, sondern auch von Beziehungsgestaltung, Flexibilität, Motivation und klarer Kommunikation.
Persönlich hat uns der Aufenthalt ebenfalls weitergebracht. Wir lernten, uns in einem neuen kulturellen Umfeld zurechtzufinden, Verantwortung zu übernehmen, mit unerwarteten Situationen umzugehen und uns aktiv in ein bestehendes Kollegium einzubringen. Besonders wertvoll war, dass wir nicht nur Zuschauer waren, sondern über Monate hinweg Teil des Schulalltags wurden. Dadurch konnten wir Entwicklungen bei Schüler:innen beobachten, Projekte von der Planung bis zur Präsentation begleiten und unsere eigene Rolle als zukünftige Lehrkräfte reflektieren.
Fazit & Danksagung
Das Auslandssemester am German School Campus in Newport Beach war für uns eine äußerst bereichernde Erfahrung, die weit über einen gewöhnlichen Auslandsaufenthalt hinausging. Wir erhielten umfassende Einblicke in Unterricht, Prüfungsformate, Projektarbeit, schulische Organisation, Elternarbeit und kulturelle Bildungsarbeit. Besonders die zahlreichen Projekte zeigten uns, wie vielseitig und wirksam handlungsorientierter, fächerübergreifender und projektbasierter Unterricht sein kann.
Gleichzeitig erweiterten die Museumsbesuche, Reisen und kulturellen Veranstaltungen unser Verständnis für die Geschichte, Gesellschaft und Vielfalt der USA. Der Besuch der Claremont High School ermöglichte uns zudem einen direkten Vergleich zwischen amerikanischem und deutschem Schulsystem und herlf uns, Schule als Institution aus einer breiteren Perspektive zu betrachten.
Für unsere Entwicklung als angehende Lehrkräfte war das Praktikum von großem Wert. Wir konnten Unterricht planen, durchführen, reflektieren und anpassen; wir lernten, auf unterschiedliche Lernstände einzugehen; und wir sammelten Erfahrungen im Umgang mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Kolleg:innen. Insgesamt hat uns das Auslandssemester fachlich, didaktisch, kulturell und persönlich nachhaltig prägt. Wir nehmen zahlreiche Erfahrungen mit zurück nach Deutschland, die uns in unserem weiteren Studium und vor allem in unserem späteren Lehrerberuf begleiten werden.
Wir danken ganz besonders Frau Schoeneich, dass sie uns diese Gelegenheit ermöglicht hat.

