Woche 11 & 12

karneval at german school campus

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Bericht Woche 11 und 12

Praktikanten: Manuel Wilms & Luca Schnur

Manuel Wilms und Luca Schnur sind Lehramtsstudierende aus Deutschland, die ein Unterrichtspraktikum am German School Campus in Newport Beach absolvieren. Der folgende Bericht dokumentiert ihre Erlebnisse in den Wochen 11 und 12.

Woche 11 & 12

Auch in diesen beiden Wochen konnten wir erneut wertvolle Erfahrungen als angehende Lehrkräfte sammeln und unser Können im Unterricht unter Beweis stellen. Darüber hinaus waren auch die zahlreichen Eindrücke, die wir in den USA sammeln konnten, besonders bereichernd.

Woche 11

Die elfte Woche unseres Auslandssemesters begann am Montag damit, dass wir uns früher als gewöhnlich auf den Weg zu unserem Praktikumsort machten. Anlass hierfür war eine Prüfung einer Schülerin, die an diesem Tag stattfand. Zunächst unterstützten wir Frau Schoeneich bei der Vorbereitung der Klassenräume für den anschließenden Unterricht. Während Manuel einige Probeprüfungen von Schüler:innen korrigierte, half Luca beim Aufbau der Klassenräume und widmete sich anschließend der weiteren Vorbereitung der Unterrichtsstunde am Mittwoch. Die eigentliche Prüfung wurde von Frau Schoeneich und Frau Wuerfler durchgeführt. Nach Abschluss der Prüfung trafen die Schüler:innen der Nachmittagsklasse ein, sodass wir direkt mit dem Unterricht beginnen konnten. Manuel unterstützte dabei erneut einen Schüler gezielt bei der Vorbereitung auf seine Prüfungen, während Luca weiterhin Frau Wuerfler im Unterricht unterstützte.

Der Unterricht unterschied sich in dieser Woche von den vorherigen, da sportliche Aktivitäten in den Unterricht integriert wurden. Diese waren gezielt mit sprachlichen Aufgaben verbunden und sollten den Schüler:innen einen abwechslungsreichen und motivierenden Zugang zur Sprache ermöglichen. Die sportlichen Spiele bereiteten den Schüler:innen sichtlich Freude. Zwar stellte es sich für uns zeitweise als herausfordernd dar, die Aufmerksamkeit aller Schüler:innen dauerhaft zu bündeln, dennoch konnten die meisten Aktivitäten erfolgreich durchgeführt werden.

Der verbleibende Teil des Unterrichts wurde anschließend wieder der Verbesserung der Rechtschreibung und Grammatik gewidmet. Nach Unterrichtsschluss kamen alle Lehrkräfte noch einmal zusammen, um die für Sonntag geplante Karnevalsveranstaltung zu besprechen und organisatorisch vorzubereiten.

Am Dienstag nahmen wir am Onlineunterricht von Frau Wuerfler teil. Die ersten zwanzig Minuten gestaltete Manuel mit einer Präsentation über die römische Geschichte und deren Hinterlassenschaften im und um das Saarland. Dabei erhielten die Schüler:innen einen Einblick in historische Spuren der Römerzeit in unserer Heimatregion. Im Anschluss nutzten die beiden Schüler die Gelegenheit, uns Fragen zu unseren Studiengängen zu stellen. Besonders großes Interesse zeigte einer der Schüler an Lucas Informatikstudium. Luca erläuterte daraufhin, mit welchen Inhalten sich sein Studium beschäftigt, und berichtete unter anderem von seinem Informatikprojekt. Abschließend hielt Luca noch einen kurzen Vortrag zum Thema Künstliche Intelligenz, in dem er grundlegende Funktionsweisen sowie aktuelle Anwendungsbereiche erklärte. Dadurch entstand ein lebendiger Austausch, der sowohl fachliche als auch persönliche Aspekte unseres Studiums miteinander verband.

Am darauflegenden Tag durften wir beide unsere Fähigkeiten als Lehrkraft auf die Probe stellen. Für die Unterrichtseinheit zum Thema Kasus und Satzglieder war eine strukturierte Doppelstunde geplant, die sich an eine Lerngruppe von acht Schüler:innen auf dem Niveau B1–C1 richtete. Ziel der Stunde war es, dass die Lernenden die vier Kasus sicher benennen, differenzieren und anwenden sowie die Satzglieder erkennen und von Wortarten unterscheiden können.

Zu Beginn war eine Einführungsphase im Plenum vorgesehen. Mithilfe einer PowerPoint-Präsentation sollten die vier Kasus (Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv) wiederholt und vorhandenes Vorwissen aktiviert werden. In der anschließenden Erarbeitungsphase war geplant, dass die Lernenden das Gelernte durch Arbeitsblätter vertiefen. Dies sollte überwiegend in Einzelarbeit erfolgen, wobei gegenseitige Unterstützung ausdrücklich erlaubt war. Neben dem Bearbeiten themenbezogener Aufgaben sollten die Schüler:innen Sätze umformen und eigene Beispiele formulieren. Darauf folgte eine Sicherungsphase im Plenum, in der die Ergebnisse gemeinsam besprochen und korrigiert werden sollten.

Nach einer kurzen Pause war eine zweite Unterrichtssequenz zu den Satzgliedern und deren Funktion geplant. Auch hier sollte zunächst eine Einführung per Präsentation erfolgen, in der die verschiedenen Satzglieder vorgestellt und von Wortarten abgegrenzt werden sollten. In der darauffolgenden Erarbeitungsphase sollten die Schüler:innen die Satzglieder benennen, ihre Funktion erläutern und diese in eigenen Sätzen anwenden. Abschließend war erneut eine Plenumsbesprechung vorgesehen, in der sowohl Kasus als auch Satzglieder wiederholt, verglichen und gefestigt werden sollten.

Die hier dargestellte Struktur stellte rein unsere ursprüngliche Planung dar. In der tatsächlichen Durchführung verlief die Stunde jedoch anders als vorgesehen, da mehrere Schüler:innen verspätet erschienen. Dadurch verschob sich der zeitliche Ablauf, sodass nicht alle geplanten Arbeitsblätter vollständig bearbeitet werden konnten. Auch die vorgesehene Ergebnissicherung im klassischen Plenum musste angepasst werden und wurde durch eine gemeinsame Erarbeitung der Aufgaben ersetzt. Trotz dieser organisatorischen Abweichungen verlief der Unterricht insgesamt zufriedenstellend.

Auch wenn nicht alle Elemente wie geplant umgesetzt werden konnten, erhielten wir wertvolle Einblicke darin, wie wir Inhalte künftig noch klarer strukturieren und vermitteln können. Zudem bot uns die Stunde die Möglichkeit, eigene Unsicherheiten und kleinere Fehler zu reflektieren und daraus konkrete Verbesserungsansätze für zukünftige Unterrichtseinheiten abzuleiten.

Am Sonntag schließlich war es dann auch endlich so weit, denn an diesem Tag fand das lang erwartete Karneval Veranstaltung des German School Campus statt. Es war ein großartiges Erlebnis für uns beide. Frau Schoeneich kaufte uns sogar beide Kostüme, sodass wir passend für diesen Tag gekleidet waren. So halfen wir zuerst beim Dekorieren der Halle aus und stellten alles bereit für die Veranstaltung. Um 15 Uhr ging es dann los, die ersten Eltern mit ihren Kindern traten ein und Frau Schoeneich hielt um 15:15 eine Rede zur Eröffnung der Feier. Anschließend begannen wir mit dem Vorführen von Tänzen, wo auch Luca seinen eingeübten Tanz den Kindern präsentieren durfte. Die Kinder waren voller Freude und tanzten ganz aufgeregt mit. Nach dem Tanzen begannen auch schon die Spiele. Begleitet mit Musik lieferten sich die Kinder mehrere Wettkämpfe um verschiedenste Preise. Nachdem die Spiele vorbei waren, trat auch schon das Prinzenpaar auf und lieferten den Zuschauer eine begeisternde Show, sowohl die Eltern als auch die Kinder waren dabei am Mitsingen und Klatschen. Nach der Show ging es auch sofort mit den Spielen weiter. Die Veranstaltung endete dann noch mit abschließendem Tanzen und Singen zu den Liedern. Im Ganzen war der Karneval des German School Campus ein großartiges Erlebnis sowohl für uns beide auch als für Lehrer, Eltern und besonders die Kinder und ist ein Event, welches man auf jeden Fall nicht verpassen sollte.

Woche 12

Der Montag in Woche 12 war erneut vom Unterricht mit den jüngeren Schüler:innen geprägt. Wie bereits in den vorherigen Wochen unterstützten wir beide Frau Wuerfler im Unterricht. Während Manuel einen Schüler gezielt auf seine bevorstehenden Prüfungen vorbereitete, betreute Luca gemeinsam mit Frau Wuerfler die übrigen Schüler:innen bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben. Die Lernenden wurden entsprechend ihres individuellen Lernstandes in unterschiedliche Gruppen eingeteilt und erhielten differenzierte Aufgaben zur Sprachförderung. Dadurch konnte gezielt auf die jeweiligen Bedürfnisse eingegangen werden.

Aufgrund starken Regens musste die Pause nach drinnen verlegt werden. Diese verbrachten wir gemeinsam mit verschiedenen Spielen. Passend zur Faschingszeit gab es zudem süßes Gebäck, was für eine lockere und angenehme Atmosphäre sorgte.

Am Dienstag nahmen wir erneut gemeinsam am Onlineunterricht teil. Die Schüler:innen erhielten vorbereitete Interviewbögen und hatten die Möglichkeit, uns gezielt Fragen zu stellen. Das Interviewformat diente dabei der Förderung des Sprech- und Hörverstehens. Ziel war es auch, dass die Lernenden die gesammelten Informationen anschließend in einer kurzen Vorstellung der interviewten Person zusammenfassen. Auf diese Weise wurden sowohl die mündliche Ausdrucksfähigkeit als auch das aktive Zuhören trainiert.

Am darauffolgenden Tag fiel dann der Unterricht für uns beide kurz aus, da viele der Schüler:innen im Urlaub waren. So besprachen wir mit Frau Schoeneich lediglich bevorstehende Veranstaltungen und planten auch zum Teil den noch kommenden Unterricht.

Am Freitag nutzten wir unsere Freizeit, um anlässlich des Chinese New Year den Hsi Lai Temple zu besuchen. Der Tempel zählt zu den größten buddhistischen Tempelanlagen in den Vereinigten Staaten und gehört zur chinesisch-buddhistischen Tradition. Vor Ort erhielten wir einen umfassenden Einblick in die Religion und Kultur des Buddhismus. Besonders beeindruckend waren die weitläufige Tempelanlage, die kunstvoll gestalteten Gebetshallen sowie die zahlreichen Statuen und Verzierungen, die zentrale Elemente der buddhistischen Lehre symbolisieren. Durch unseren Besuch konnten wir außerdem Eindrücke vom Chinese New Year gewinnen. Dieses Fest markiert den Beginn des neuen Jahres nach dem chinesischen Mondkalender und ist von traditionellen Bräuchen geprägt, darunter symbolische Dekorationen in Rot und Gold, die für Glück und Wohlstand stehen.

Fazit

Die Wochen 11 und 12 waren für uns fachlich wie persönlich sehr bereichernd. Besonders die eigenständig durchgeführte Unterrichtsstunde zu Kasus und Satzgliedern hat uns gezeigt, wie wichtig eine klare Struktur und Flexibilität im Unterricht sind. Zudem boten schulische Veranstaltungen und der Besuch verschiedener Orte wertvolle interkulturelle Erfahrungen. Insgesamt konnten wir unsere Rolle als angehende Lehrkräfte weiter festigen und wichtige praktische Erkenntnisse gewinnen.

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